Jennifer Färber ist die 230.000. Absolventin

160831-freigabe-akademie-3-2016_seite_32Jennifer Färber, Jahrgang 1989. Geboren in Donauwörth, lebt und arbeitet sie jetzt in Augsburg. Ihr wird eine besondere Ehre zuteil: Die Bankkauffrau schloss jetzt ein dreijähriges Studium zur Betriebswirtin (VWA) ab. Das machte sie zur 230 000. Absolventin, die eine solche berufsbegleitende Qualifikation erreichte.

Die Jubiläums-Absolventin Jennifer Färber wird in Augsburg zur Jahreshauptversammlung deren Ehrengast sein.

„Ich bin ein absolutes HypoVereinsbank-Kind.“ Unumwunden gibt das Jennifer Färber zu. 2007 begann sie dort ihre Lehre zur Bankkauffrau. Hatte schon in der Schule klare Vorstellungen. „Ich wollte immer etwas machen, was mich in Kontakt mit Menschen bringt.“ Und weil sie nicht auf den Mund gefallen war (und ist), liebäugelte sie zunächst mit einer Karriere bei Polizei oder Bundeswehr. Schlussendlich wurde es aber die Bankenbranche, „weil ich in der Beratung und damit im Kontakt mit Menschen hier bereits gute Erfahrungen gemacht hatte“. Am Abend der Bewerber-Kür hatte sie deshalb ihren Ausbildungsvertrag in der Hand.

Und immer noch wähnt sich Jennifer im (Berufs-)Glück. Nicht zuletzt, weil sie es weiter schmiedet. Das entspricht ganz und gar ihrem Naturell: „Ich habe gern die Dinge selbst in der Hand. So liegt es dann allein an mir, wie erfolgreich ich bin.“

Ein Grund, warum sie sich auch für jenen Bereich der HypoVereinsbank entschied, der nicht nur Unternehmen, sondern auch den Unternehmer oder die Unternehmerin als Privatperson betreut. „Ich wurde dabei gefördert und gefordert, wo es geht.“ Deshalb ließ sie auch nicht locker. Schätzte selbst ein, dass ihr Wissen in Betriebswirtschaft gefestigt und vertieft werden müsse. Den Weg dahin konnte sie hausintern schon während ihrer Ausbildung verfolgen: Etliche im Team hatten VWA-Praxis und -abschlüsse. „Mir war daher völlig klar, worauf ich mich einlasse.“ Zudem zeigten sich ihre Vorgesetzten in der Bank von Färbers Fortbildungsplänen angetan.

Also startete sie mit 32 anderen ins Abenteuer: Während die einen das Ganze immer ohne jeglichen Lern-Urlaub durchzogen, entschied sich Jennifer für einen anderen Weg. Sie legte vor allem vor Prüfungen „Bildungs-“Urlaub ein – für eine optimale Vorbereitung.

Einiges an Ehrgeiz, ein straffes Zeitmanagement und eine ordentliche Portion Selbstdisziplin kamen hinzu. Deshalb scheinen ihr im Nachgang die Belastungen „dann doch nicht so wild, weil es kaum Unerwartetes gab. Ich konnte mich immer gut darauf einstellen.“ Das schafft Souveränität. Deshalb gab’s kaum Prüfungsangst. Sie ließ sich auch nicht anstecken, als Wellen der Aufregung in den WhatsApp-Gruppen der Studiosi hochschlugen.

Am Schluss stand der erfolgreiche Abschluss. Ihr Notendurchschnitt von 1,9 wurmt Jennifer aber immer noch: „Im Examen in Recht habe ich mich vertan.“ Avisiert war ein Notendurchschnitt von 1,6.

Sicherlich wird sie sich in ihrer Laufbahn bei der HypoVereinsbank den einen oder anderen Rat von ihren einstigen VWA-Kolleginnen und -Kollegen holen. Der harte Kern verlor sich nämlich nicht aus den Augen. Schließlich gingen sie gemeinsam einen so lehr- wie nicht ganz entbehrungsreichen Abschnitt ihres Lebensweges.

Rainer Aschenbrenner

Autoren:

  • Rainer Aschenbrenner

    Rainer Aschenbrenner (Jahrgang 1961) studierte an der Karl-Marx-Universität in Leipzig und ist Diplom-Journalist. Seit 1998 arbeitet er als freiberuflicher Journalist, PR-Berater und Medienmanager. Seit 2010 ist der Chef vom Dienst (CvD) der „AKADEMIE“. Foto: Livia Schlling / Curcuma Medien