VWA Dresden: Neu. Jung. Weiblich.

An der Sächsischen Verwaltungs- und Wirtschafts- Akademie e. V. in Dresden endete eine Ära: Am 27. März wurden auf einem Empfang der scheidende Präsident, Staatsminister i. R. Klaus Hardraht und der in den Ruhestand tretende Geschäftsführer Dr. Jürgen Kahlert feierlich verabschiedet. Hans-Joachim Wunderlich, Hauptgeschäftsführer der IHK Chemnitz und Vorstandsmitglied der VWA, würdigte ihre langjährigen Verdienste. Grußworte der verhinderten Geschäftsführerin des VWA-Bundesverbandes Dr. Diana Reuter übermittelte Dr. Ulrich von Hoven von der Partner-VWA Leipzig.

Anschließend stellten sich Roland Krieger, der vom Freistaat Sachsen ernannte neue Präsident, und Silke Clauß, die neue Geschäftsführerin, vor.

Clauß wurde 1968 in Dresden geboren, hat bisher schon eine spannende berufliche Laufbahn absolviert. Zunächst erlernte sie den Beruf einer Krankenschwester, qualifizierte sich anschließend zur Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensivtherapie.

Zehn Jahre arbeitete sie im Gesundheitswesen. Dann begann Silke Clauß an der Technischen Universität in Dresden ein Studium der Soziologie. Das war vor allem volkswirtschaftlich orientiert und auf Gesundheitsökonomie und Sozialmedizin ausgerichtet.

Schon während des Studiums gab es erste Kontakte zur akademischen Weiterbildung an der „Dresden International University“, einer privaten Hochschule, die enge Verbindungen zur Technischen Universität Dresden hat. Dort begann Silke Clauß im Projektmanagement, entwickelte Studienkonzepte und setzte sie in der Studienorganisation um. „Es hat mich immer schon gereizt, dafür besonders kreative Lösungen mit hoher Anwendungsorientierung im Rahmen akademischer Bildungsstandards zu finden, die Studierenden passgenaue berufsbegleitende Weiterbildung ermöglicht.“

Wiederum nach zehn Jahren wagte sie den nächsten Schritt – den in die Sächsische VWA. Silke Clauß ist sich bewusst, welch große Herausforderung es ist, auf Dr. Jürgen Kahlert zu folgen. „Es ist schließlich auch für das Unternehmen und für die Belegschaft ein großer Wechsel“, findet sie. „Ich bin neu. Ich bin jung. Und ich bin eine Frau.“ In den ersten Wochen habe sie sich zunächst darauf konzentriert, in die Strukturen einzutauchen, sie zu verstehen und auch so das Vertrauen zu erwerben, was unbedingt nötig sei, eine solche Führungsaufgabe zu erfüllen.

Dass sie ausgesprochen freundlich aufgenommen worden sei, habe ihr den Start erleichtert. Und sie habe schon jetzt ein gutes Gefühl, dass ihre offene Kommunikation und die kollegiale Zusammenarbeit im Team den Weg für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Sächsischen VWA ebnet. Markting und Akquise – darin sieht die neue Geschäftsführerin jetzt die vordringlichsten Aufgaben: „Der Bildungsmarkt hier in der Region ist ausgesprochen gut bestückt. Da möchte ich noch deutlicher die Vorzüge der VWA ins Feld führen. Schließlich bieten wir ganz unterschiedliche Formate für die berufsbegleitende Weiterbildung und haben sicherlich dabei eines der breitesten Spektren an Lehrinhalten überhaupt.“

Alles in allem gute Voraussetzungen, wie sie findet, die Erfolgsgeschichte der Sächsischen VWA in guter Zusammenarbeit im Bundesverband weiterschreiben zu können.

Rainer Aschenbrenner

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Silke Clauß. Foto: privat