Lebensversicherung – ein Auslaufmodell der Altersvorsorge?

  1. Altersvorsorge allgemein

In Deutschland beruht die Vorsorge für das Alter auf drei Säulen: Die gesetzliche Vorsorge gilt hauptsächlich für Arbeitnehmer und meint die gesetzliche Rentenversicherung, die 50 Millionen Menschen versichert. Sie ist die wichtigste Vorsorgeeinrichtung. Laut Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung von 2010 beträgt die durchschnittliche Altersrente bei Männern 1.008 Euro im Monat, bei Frauen 559 Euro. Dieses Leistungsniveau wird aber nicht zu halten sein.

Finanziert wird die gesetzliche Rentenversicherung nämlich aus Beiträgen der aktuell Beschäftigten. Diese Beiträge werden nicht in einem Kapitalstock angesammelt, sondern sofort den Rentenempfängern ausgezahlt. Dieses Umlageverfahren funktioniert, solange die Anzahl der Beitragszahler und die der Rentner ein angemessenes Verhältnis haben. Das wird künftig nicht mehr der Fall sein: In einer Studie dazu heißt es treffend: „Demografisch ist es bereits 30 Jahre nach 12.“ 2030 finanzieren nicht mehr wie heute drei, sondern nur noch zwei Beitragszahler einen Rentner. Deshalb wurden in den letzten 20 Jahren viele Maßnahmen beschlossen, die mittel- bis langfristig das Rentenniveau deutlich absenken werden.

Diese Säule der Altersversorgung reicht also schon heute nicht aus, den Lebensstandard im Alter zu sichern.

Die betriebliche Vorsorge sichert später eine Betriebsrente. Dies geht z. B. über eine Direktversicherung, Pensionskasse oder Unterstützungskasse. Etwa die Hälfte aller Beschäftigten verfügt über eine betriebliche Altersversorgung. Die durchschnittliche Betriebsrente beträgt bei Männern 490 Euro im Monat, bei den Frauen 214 Euro (Quelle: TNS Infratest Sozialforschung, Dez. 2008). Die Höhe der Betriebsrenten reicht also auch nicht aus, um mit der gesetzlichen Rente den Lebensstandard zu sichern.

Zur privaten Vorsorge gehört alles, was im Alter zur finanziellen Entlastung beiträgt und weder gesetzliche noch betriebliche Vorsorge ist. Das sind z. B. Lebensversicherungen, Sparverträge, natürlich auch das gute alte Sparbuch, Wertpapiere oder auch Immobilienbesitz. Diese Aufzählung bedeutet aber nicht, dass alle genannten Produkte auch wirklich der Altersvorsorge nutzen. Das entscheidet sich daran, ob Garantien vorhanden sind, der Staat sich beteiligt oder ob Ersparnisse fürs Alter bei Arbeitslosigkeit verloren gehen können.

Synonym der privaten Altersvorsorge ist die Lebensversicherung. Sie ist über Jahrzehnte Inbegriff für die Absicherung der Familie und für zusätzliche Einnahmen im Alter. Weit über 90 Millionen Verträge gibt es in Deutschland. Vom Kleinkind bis zum Greis hat also jeder Deutsche im Durchschnitt mehr als einen Lebensversicherungsvertrag.

Umso erstaunlicher scheint die Frage, ob die Lebensversicherung ein Auslaufmodell ist. Aber die kapitalbildende Lebensversicherung ist es tatsächlich.

Doch nicht nur die kapitalbildenden sind „Lebensversicherungen“. Mehr oder weniger sind es alle Produkte, die Lebensrisiken – sogenannte biometrische Risiken – abdecken. Für die Altersvorsorge sind dies v. a. kapitalbildende Lebensversicherung, aber auch alle Rentenversicherungen wie z. B. Riester- und Rürup-Rente sowie diverse betriebliche Altersvorsorge-Produkte.

Eine Rentenversicherung sichert den Lebensstandard im Alter ganz oder teilweise. Klassisch ist die Rentenversicherung mit aufgeschobener Rentenzahlung. Hier wird regelmäßig Kapital angespart, das ab einem vertraglich vereinbarten Zeitpunkt als monatliche lebenslange Rente ausgezahlt wird. Der Beginn der Rentenzahlung kann variiert werden, um die erste private Rentenzahlung an die erste gesetzliche Rentenzahlung anzupassen. Zusätzlich hat der Versicherungsnehmer ein Kapitalwahlrecht: Zum eigentlichen Beginn der Rentenzahlung kann anstatt der lebenslangen Rentenzahlung auch eine einmalige Auszahlung gewählt werden.

Kapitalbildende Lebensversicherungen sind bisher die bekanntesten Modelle. Sie verbinden die Todesfall-Absicherung mit der Altersvorsorge. Der Versicherte kann so Angehörige absichern und zugleich für den Ruhestand vorsorgen. Schließt man zudem eine Berufsunfähigkeitsversicherung ein, ist man für die Wechselfälle des Lebens gut gerüstet, hat man eine ideale Ergänzung zum Leistungsspektrum der gesetzlichen Rentenversicherung.

Es gibt aber bereits Rentenversicherungen, die identische Leistungen zur Lebensversicherung bieten: Stirbt der Versicherte in der Ansparphase, erhalten die Angehörigen eine hohe Todesfall-Absicherung, weil der Versicherungsschutz ab der ersten Beitragszahlung existiert. Passiert bis zum Rentenalter nichts, kann mit 60, 65 oder 67 Jahren eine Einmalzahlung erfolgen. Möglich ist aber auch, dieses Kapital in monatliche Leistungen zur Ergänzung der gesetzlichen Rente umzuwandeln – mit entscheidenden Vorteilen:

Zum einen wird der Verrentungsfaktor – die Höhe der Rente für ein bestimmtes Kapital – bereits bei Vertragsabschluss festgelegt. Die allgegenwärtige Zunahme der Lebenserwartung geht also zu Lasten des Versicherers. Bei einer kapitalbildenden Lebensversicherung dagegen wird das Kapital ausgezahlt und dann zu den aktuellen Bedingungen verrentet.

Ein weiterer Vorteil der Rentenversicherung mit Kapitalwahlrecht: Das Kapital der Lebensversicherung wird erst zum Laufzeitende versteuert. Andere Anlageformen unterliegen hingegen jährlich der Abgeltungsteuer. Eine Lebensversicherung hat also einen Steuer-Stundungs-Effekt. Besteht der Vertrag – wie bei der Altersvorsorge üblich – über 12 Jahre und wird erst nach dem 62. Geburtstag ausgezahlt, wird zudem nur die Hälfte der Erträge besteuert. Das ist bei der Kapitallebensversicherung und der Rentenversicherung identisch.

Wer statt der Kapitalzahlung eine lebenslange Rente wünscht, der muss seine Kapitallebensversicherung in eine sofort beginnende Rentenversicherung umwandeln. Die Rentenhöhe hierbei hängt von der Höhe des einmaligen Beitrags ab, der sich aus dem ausgezahlten Kapital abzüglich Steuern ergibt.

Eine aufgeschobene Rentenversicherung erlaubt am Ende der Ansparphase ebenfalls eine Kapitalzahlung. Wird jedoch die lebenslange Rentenzahlung gewählt, bleiben alle angesparten Erträge steuerfrei. Die Rentenhöhe ergibt sich also aus dem vollen, unversteuerten Kapital.

Bietet die Kapitallebensversicherung also keinerlei Vorteile gegenüber entsprechenden Rentenangeboten – hat im Leistungsfall sogar eventuelle Nachteile –, kann man demzufolge von einem Auslaufmodell der Altersvorsorge sprechen.

Die DEBEKA hat deshalb klassische kapitalbildende Lebensversicherungen ganz aus ihrem Angebot genommen. Vergleichbare Rentenversicherungen werden hingegen angeboten und bewusst „moderne Lebensversicherungen“ genannt.

Doch auch wenn die Kapitallebensversicherung im Besonderen ein Auslaufmodell ist, bietet sie sich im Vergleich zu anderen Anlagearten als hervorragendes Altersvorsorgeprodukt mit Garantien, Versicherungsschutz und Steuervorteilen an. Auslaufmodell ist sie nur, weil es mit Blick auf die Besteuerung Vergleichbares mit noch mehr Vorteilen gibt.

  1. Argumente für die Lebensversicherung

Lebensversicherungen im Allgemeinen sind hingegen kein Auslaufmodell: Deutschland hat als erstes Land Ende des 19. Jahrhunderts eine moderne Sozialversicherung eingeführt. Die Geschichte der Lebensversicherung ist aber viel älter. 1827 wurde der erste moderne Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit gegründet. Dessen Wurzeln reichen aber bis ins antike Rom und dessen „Beerdigungsvereine“, die die Bestattungskosten für ihre Mitglieder übernahmen und deren überlebenden Verwandten finanziell unterstützten.

Die deutschen Lebensversicherer zahlten 2010 über 72 Milliarden Euro aus und trugen damit maßgeblich zur Versorgung der Bevölkerung bei. Leistungen aus den freiwilligen Lebensversicherungen machen damit 34 % im Verhältnis zu jenen der auf Versicherungspflicht beruhenden gesetzlichen Rentenversicherung aus: Bei den Lebensversicherern existierten gegenüber ihren Kunden Ende 2010 Leistungsverpflichtungen von 777 Milliarden Euro!

Die Lebensversicherung kann – je nach Vertrag – die Lebensrisiken Tod, Berufs- und Erwerbsunfähigkeit abdecken, wobei der volle Versicherungsschutz vom ersten Beitrag an besteht. Das ist ein entscheidender Vorteil gegenüber anderen Sparformen: Da steht Betroffenen bzw. Hinterbliebenen bei Tod oder Erwerbsunfähigkeit nur das zur Verfügung, was bis dahin eingezahlt wurde oder sich im Depot befindet.

Wichtig für die Altersversorgung ist auch das „Langlebigkeitsrisiko“. Bei Rentenbeginn haben nur wenige so viel Kapital, dass allein aus dessen Zinsen die gesetzliche Rente ausreichend aufgestockt werden kann. Die meisten werden teilweise dieses Kapital mit aufbrauchen müssen. Doch wie viel davon? Kann man es sich leisten, wenig Kapital zu nutzen, kann der Tod vor Aufbrauchen des Kapitals eintreten. Die Zusatzrente hätte also höher ausfallen können.

Nimmt man aber zu viel des Kapitals, kann es zu früh aufgebraucht sein, steht die Zusatzrente ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zur Verfügung. Ein Anhaltspunkt kann die durchschnittliche Lebenserwartung sein: Laut Statistischem Bundesamt werden derzeit männliche Neugeborene durchschnittlich 77 Jahre alt und weibliche Neugeborene 82 Jahre.

Entscheidend für die Vorsorge ist aber nicht die durchschnittliche Lebenserwartung, sondern die tatsächliche Lebensdauer. Die kennt aber im Voraus niemand. Sicher ist, dass immer ca. 50 % der Menschen älter werden als der Durchschnitt. Damit steht der Einzelne vor dem Problem, dass unter Umständen noch viel „Leben“ da sein könnte, wenn das Geld schon verbraucht ist. Eine Lösung für das Problem „Langlebigkeit“ bietet nur eine Versichertengemeinschaft. Sie macht es sich zunutze, dass – vereinfacht ausgedrückt – 50 % der Versicherten kürzer und 50 % länger als der Durchschnitt leben. Lebensversicherer haben eine Statistik der durchschnittlichen Lebenserwartung, die „Sterbetafel“. Damit können bei Vertragsabschluss der Beitrag und die vertragliche Leistung bestimmt und im Vertrag verbindlich vereinbart werden. Die von Anfang an garantierte Rente wird also lebenslang gezahlt, auch bis zum 100. Lebensjahr und darüber hinaus. Mit dieser lebenslangen Garantie schaffen die Lebensversicherer als Einzige Planbarkeit und Sicherheit für die Altersvorsorge. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal der Versicherungsbranche!

Die Kunst der Altersvorsorge besteht darin, die Rendite bei gegebener Sicherheit zu optimieren. Lebensversicherer geben ihren Kunden in der Altersvorsorge vor allem zwei Garantien: Sie sagen einen bestimmten Kapitalbetrag und daraus eine lebenslange Rente zu. Da aber der Garantiezeitraum in der Regel meist über viele Jahrzehnte läuft, künftige Entwicklungen der Kapitalmärkte oder der Lebenserwartung aber nicht exakt vorhersehbar sind, gehen Lebensversicherer entsprechend vorsichtig vor. So garantieren sie bei Neuabschlüssen derzeit eine Verzinsung von 1,75 %. Dieser Garantiezins ist geringer als der am Kapitalmarkt erzielbare. Zudem werden z. B. Risiken der Sterblichkeit oder Erwerbsunfähigkeit bewusst höher angesetzt, als bisher beobachtet wurde. So entstehen Überschüsse, die zum größten Teil den Kunden zufließen. Sie kommen in eine Art „Ausgleichstopf“, um in Zeiten guter Erträge Rücklagen bilden und in Zeiten schlechter Erträge diese Rücklagen nutzen zu können. Wurden die Überschüsse den Kunden gutgeschrieben, sind sie Teil der garantierten Leistung. Deshalb wachsen garantierte Leistungen aus einer Lebensversicherung sukzessive. Ihre Auszahlungshöhe im Alter hängt daher nicht davon ab, ob sie in einem guten oder in einem schlechten Börsenjahr fällig werden. Während manche, die für ihre Altersversorgung überwiegend Aktien und Fondsanteile nutzten, in den zurückliegenden Jahren Verluste erlitten, sind Versicherte einer Lebensversicherung vor solchen Crashs geschützt.

Für diese Garantien ist die staatliche Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) besonders wertvoll. Ein Schwerpunkt dieser Aufsicht ist die Solvenzaufsicht. Dabei prüft die BaFin regelmäßig die Kapitalausstattung der Versicherer in Relation zu den eingegangenen Risiken und, ob das Vermögen nach den Grundsätzen Sicherheit, Rentabilität, Liquidität sowie Mischung und Streuung angelegt wird. „Stresstests“ prüfen die Belastbarkeit des Unternehmens in Szenarien, z. B. bei Kursverfall am Aktienmarkt.

Die neue Versicherungsaufsicht „Solvency II“ bewertet aber nicht nur die Kapitalausstattung der Versicherer. Auch das interne Risiko- und Kontrollsystem wird kritisch beleuchtet. Das baut die Sicherungsarchitektur weiter aus.

Diese starke Regulierung der Lebensversicherer und deren von Anfang an begrenztes Engagement in riskanten Anlagen sowie verschiedene Sicherungen begrenzen im „worst case“ die zu erwartende „Fallhöhe“ – und damit auch das Engagement einer weiteren Sicherheitseinrichtung – der Protektor Lebensversicherung. Sie ist von der Branche eingerichtet und dient als letztes Glied in einer langen Kette von Vorsichtsmaßnahmen zur Sicherung der Ansprüche der Versicherungsnehmer.

Trotz aller Sicherungssysteme kann es dazu kommen, dass irgendwann die Überschussbeteiligung der allgemeinen Kapitalmarkt- bzw. Zinsentwicklung folgen muss. Deshalb senkten alle Versicherer in den letzten Jahren die Überschussbeteiligung. Mit einer aktuellen Gesamtverzinsung von 3,94 % im Durchschnitt aller Lebensversicherer (Quelle: Assekurata) stehen sie aber noch gut da. Für einen solchen Zinssatz braucht ein Sparvertrag eine lange Laufzeit – mit dem Nachteil, dass der niedrige Zins auch dann erhalten bleibt, wenn die Zinsen am Kapitalmarkt längst wieder gestiegen sind. Lebensversicherungen und deren Überschussbeteiligung folgen hingegen dieser Zinsentwicklung, wenn auch mit zeitlicher Verzögerung.

Hinzu kommt die staatliche Förderung von Lebensversicherungsprodukten. Renditen sind größtenteils steuerfrei für Lebensversicherungen, die vor 2005 abgeschlossen wurden.

Heute erfolgt die staatliche Förderung anders, wie z. B. bei der Riesterrente. Für sie zahlt der Staat Zulagen direkt auf den Vertrag, und zwar 154 Euro jährlich für Erwachsene, 185 Euro für Kinder und 300 Euro jährlich für Kinder, die 2008 oder später geboren sind. Eine vierköpfige Familie kann so bis zu 908 Euro jährliche Förderung bekommen – wenn sie einen Eigenbeitrag von 4 % des Bruttoeinkommens abzüglich der Zulagen leistet. Bei 30.000 Euro Jahresverdienst wären das 292 Euro.

Aber nicht nur für Familien mit Kindern ist die Riesterrente interessant. Auch Alleinstehende können die Beiträge alternativ von der Steuer absetzen. Die jeweils günstigere Variante – Zulagen oder Steuerersparnisse – kommt zum Zuge. Der Umfang der Förderung ist aber begrenzt auf einen Beitrag von 2.100 Euro jährlich.

Deshalb ist insbesondere für Selbstständige die Rüruprente interessant. Hier können 20.000 Euro, bei Verheirateten 40.000 Euro, steuerwirksam in die Altersvorsorge investiert werden. Der Beitrag wirkt sich steuerlich wie ein Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung aus: 2012 werden davon 74 % anerkannt, bis 2025 ansteigend auf 100 %.

Für Sicherheit und Rendite ist es im Übrigen auch wichtig, bei welchem Unternehmen beziehungsweise mit welcher Unternehmensform Altersvorsorge betrieben wird. Aktiengesellschaften haben nicht nur die Interessen ihrer Kunden im Blick, sondern insbesondere die Interessen ihrer Kapitalgeber, der Aktionäre.

Versicherungsvereine dagegen sind genossenschaftlich organisiert. Eigner sind hier die Versicherungsnehmer selbst, die automatisch Mitglieder des Vereins werden. Deshalb kommen alle Erträge den Mitgliedern zugute.

Bei Aktiengesellschaften müssen sich hingegen Kunden und Aktionäre die Erträge teilen.

Lebensversicherungen werden häufig als weniger flexibeler als Sparkonten oder Fondsanlagen kritisiert. Jedoch sind Langfristigkeit, Stetigkeit und Disziplin die Kardinaltugenden einer erfolgreichen Altersvorsorge. Geht es doch darum, eine Einkommensquelle für einen ganzen Lebensabschnitt zu schaffen.

Auch Lebensversicherungen sind anpassbar, erlauben individuelle Sicherungsstrategien. Sie sind durch steuerliche Änderungen deutlich flexibler geworden. So können jetzt z. B. laufende Beiträge mit Sonderzahlungen kombiniert werden. Das ist gerade für Selbstständige wichtig, da sie am Ende des Jahres absehbare Gewinne steuerbegünstigt in ihre Altersvorsorge investieren können.

Nachversicherungsgarantien helfen, den Versicherungsschutz an sich ändernde Lebensverhältnisse anzupassen, ohne dass sich der Kunde neuerlich einer Gesundheitsprüfung unterziehen muss. So kann der Versicherungsschutz z. B. bei Heirat oder Geburt eines Kindes deutlich erhöht werden.

Auch müssen Verträge nicht gleich gekündigt werden, wenn Zahlungsschwierigkeiten entstehen. Alternativ sind z. B. Stundung der Beiträge oder die Beleihung des Vertrages möglich.

  1. Fazit

Es zeigt sich also ganz deutlich: Angesichts rechtlicher und steuerlicher Rahmenbedingungen sowie der aktuellen Finanzmarktsituation ist die Lebensversicherung für die Altersvorsorge zurzeit ohne Alternative.

Die Wahl geeigneter Vorsorgeprodukte ist zwar sehr wichtig, aber doch eher zweitrangig: Alles entscheidend in Fragen der Altersvorsorge ist die individuelle Bereitschaft und nachfolgende Disziplin, vorzusorgen.

(Von der Redaktion überarbeitete Rede von Generaldirektor Laue anlässlich der Diplomfeier der VWA Koblenz am 28. September 2011 in der Kulturhalle Ochtendung)

Autoren:

  • Uwe Laue