Unternehmensgründung: Baustein Businessplan

Ein zentraler Grundbaustein unternehmerischer Planung ist das Erstellen eines Businessplans. Bei Kreditanfragen oder für das Beantragen von Zuschüssen ist die Vorlage eines Businessplans mittlerweile quasi Voraussetzung. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich der erste von zwei Beiträgen zum Thema mit dem Zweck des Erstellens und dem Aufbau eines Business-Plans.1

  1. Zweck der Erstellung eines Businessplans

Der Businessplan – auch als Geschäftsplan, Gründungsplan oder Geschäftskonzept bezeichnet – ist die schriftliche Zusammenfassung eines unternehmerischen Vorhabens. Seine Erstellung ist einer der wichtigsten Arbeitsprozesse in der Gründungsphase eines Unternehmens. Auch bei anderen unternehmerischen Vorhaben, z. B. im Rahmen einer Expansion oder einer Sanierung des Unternehmens, ist seine Erstellung ein zentraler Bestandteil der Planung. Durch ihn kann der Existenzgründer bzw. Unternehmer Geschäftsideen systematisch ordnen und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten analysieren, dabei Schwerpunkte setzen und daraus konkrete Ziele formulieren.

Seine Ursprünge hat der Businessplan in den USA, wo er als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für Kapitalgeber herangezogen wird.

Gerade bei einer Unternehmensgründung gehört ein gut durchdachter Businessplan zu den Voraussetzungen, um sich mit dem notwendigen Kapital auszustatten: Durch ihn sollen in einem ersten Schritt potenzielle Investoren für das benötigte Kapital gewonnen und durch die Inhalte des Businessplans vom Investitionsvorhaben neben Eigenkapitalgebern vor allem Banken überzeugt werden, dass das Vorhaben Wachstum generieren kann und auch die notwendige personelle Qualität vorhanden ist – in der Unternehmensführung, aber auch im Mitarbeiterstamm – um diese Wachstumschancen zu realisieren. Den Kapitalgebern soll insbesondere gezeigt werden, dass der Unternehmer nach einem glaubwürdigen, verständlichen und vor allem wirtschaftlichen Plan vorgeht. Für eine Bank geht es um die Beurteilung der Kreditwürdigkeit und somit muss sie nach dem „Lesen“ eines Businessplans davon überzeugt sein, dass die Geschäftsidee ausreichend Potenzial hat, Erträge zu erzielen, damit das Kapital inklusive der Verzinsung zurückgezahlt werden kann und der Unternehmer auch die Fähigkeiten besitzt, dieses Potenzial umzusetzen. Den Umfang der Kapitalausstattung und eine realistische Einschätzung der tragbaren Zins- und Tilgungszahlungen kann der Unternehmer durch Aufstellung eines Finanzplans – Bestandteil des Businessplans – abschätzen, indem er sich einen Überblick über den Umfang der Investitionen, über die Entwicklung des Cashflows und die Rentabilität des Vorhabens verschafft.

Auch wer einen Gründungszuschuss bei der Bundesagentur für Arbeit beantragen möchte, muss nicht nur bestimmte Voraussetzungen des Sozialgesetzbuches erfüllen, sondern auch einen Businessplan einreichen. Dieser wird dann von fachkundigen Stellen – wie z. B. Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern oder berufsständischen Kammern – begutachtet. Die Unterlagen müssen die Gutachter von der finanziellen und wirtschaftlichen Tragfähigkeit des Vorhabens sowie von den persönlichen und fachlichen Voraussetzungen des Unternehmers überzeugen.

Aber nicht nur für den außerunternehmerischen Bereich, wie etwa für die Kreditwürdigkeitsprüfung der Banken bei der Kapitalbeschaffung oder als Überzeugungsinstrument im Rahmen einer öffentlichen Zuschussbeantragung, ist der Businessplan relevant, sondern auch für den eigenen unternehmerischen Bereich. So stellt er ein erstes Instrument im Rahmen des Controllings dar, denn durch ihn werden Planungsrechnungen erstellt, die dann bei der Umsetzung der Geschäftsidee mit den tatsächlich erzielten Ergebnissen verglichen werden können. Dieser Soll-Ist-Vergleich ermöglicht Diskrepanzen zwischen den tatsächlichen Werten und den Planwerten herauszufinden und entsprechend zu handeln.

Der Businessplan sollte eine Auswertung der Stärken und Schwächen des Unternehmens enthalten sowie die unternehmerische Umwelt betrachten. Im Ergebnis kann der Existenzgründer bzw. Unternehmer somit besser auf externe Einflüsse reagieren.

Dabei sind die Inhalte des Businessplans nicht als unveränderbare Vorgaben zu verstehen. Vielmehr sollte er als dynamischer Plan verstanden werden, der regelmäßig angepasst wird.

Auch wenn es sich also beim Businessplan um eine im Zeitablauf verändernde Variable handeln soll, muss er eine detaillierte Momentaufnahme über den aktuellen Zustand des Unternehmens, die laufenden Bedürfnisse sowie die Erwartungen abbilden. Folglich sind Werbemaßnahmen, die Beschaffungssituation von Ressourcen und finanzielle Entwicklungen etc. zu präsentieren und zu erklären. Der Ersteller des Businessplans sollte dabei nicht ausschließlich eine Sichtweise einnehmen, sondern verschiedene wiedergeben, wie die des Unternehmens selbst, des Marktes und der potenziellen Geldgeber.

Im Ergebnis ermöglicht der Businessplan zum einen eine langfristige Sicht auf das Unternehmensgeschehen und das unternehmerische Umfeld. Zum anderen bildet er für den Unternehmer eine Entscheidungshilfe im Rahmen seines operativen Geschäfts. Somit fällt er für den Ersteller in den Bereich der strategischen und der operativen Planung. Er bildet die Grundlage der unternehmerischen Zielsetzung und gibt Auskunft über Geschäftsideen, Strategien und Maßnahmen, rechtliche sowie sonstige Rahmenbedingungen, angebotene bzw. geplante Produkte und Dienstleistungen sowie die Liquidität und Finanzierung.

  1. Der Aufbau eines Businessplans

2.1 Allgemeines

Der Businessplan ist eine schriftliche Zusammenfassung eines unternehmerischen Vorhabens, welche in strukturierter und detaillierter Form das geplante unternehmerische Gesamtkonzept beschreibt. Für den Unternehmer ist er eine Visitenkarte. Durch ihn versucht er seine Ideen zu präsentieren und andere davon zu überzeugen; deshalb sollte er inhaltliche und formale Voraussetzungen erfüllen.

Der Businessplan ist ansprechend zu gestalten, denn „ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Aus einem guten Layout folgt meist ein guter Inhalt und ein guter Inhalt spiegelt meist ein gutes Layout wieder. Allerdings kann auch eine gute Optik alleine nicht über inhaltliche Fehler oder Mängel hinweghelfen. Bei der Gestaltung des Businessplans sind daher folgende Fehler zu vermeiden:

  • unvollständiges Deckblatt
  • fehlende Inhaltsübersicht
  • falsche Seitennummerierung
  • unleserliche Fotokopien
  • uneinheitliche Formatierung
  • schlechte bzw. keine Bindung

Der Businessplan sollte verständlich und prägnant geschrieben sein und so viele Informationen wie nötig enthalten. Sich bei seiner Erstellung an die typischen W-Fragen – wer, wann, was, warum, wo und wie – zu halten, hat sich als eine hilfreiche Bearbeitungsmethode herausgestellt. Der Umfang der Ausarbeitung hängt dabei vom Vorhaben – Existenzgründung, Expansion, Sanierung oder Übernahme – ab. Die Ausarbeitung sollte einen Umfang von ca. 40 Seiten haben und der Anhang 20 Seiten nicht überschreiten.

Die Ausarbeitung des Businessplans ist mit einem relativ hohen Arbeitsaufwand verbunden (ca. 200 – 400 Arbeitsstunden). Wenn man sich aber vor Augen hält, dass durch seine Erstellung Ideen und Vorstellungen, die den weiteren Unternehmensweg prägen, durchleuchtet werden oder ein Existenzgründer seinen Entschluss zur Unternehmensgründung überprüfen kann, ist dieser Arbeitsaufwand angemessen.

Hinsichtlich der Gliederung gilt: den Businessplan gibt es nicht. Im Wesentlichen sollten folgende Inhalte dargestellt werden:

  • die kurz- und langfristigen Unternehmensziele
  • eine Beschreibung der angebotenen bzw. geplanten Produkt- und Dienstleistungspalette
  • die aktuelle sowie künftige Marktsituation und die Schätzung der Absatzmöglichkeiten
  • die aktuelle Vermögenslage, der notwendige Kapitalumfang sowie der Einsatz der vorhandenen und geplanten Ressourcen
  • eine Strategie, um auf Umwelteinflüsse, wie z. B. die Konkurrenz, angemessen zu reagieren, ohne dabei die eigenen Ziele zu vernachlässigen

2.2 Inhalt

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Nach diesem Motto sollte die erste Seite des Businessplans, das Deckblatt („Cover Sheet“), so gestaltet werden, dass es Interesse weckt, aber die Seriosität bewahrt bleibt. Das Deckblatt sollte folgende Informationen enthalten:

  • den Namen des Unternehmens
  • das Logo, sofern es vorhanden ist
  • die Postadresse des Firmensitzes inkl. Telefon- bzw. Faxnummer sowie Angaben zur Homepage und E-Mail-Kontakte
  • die Namen, Titel und Adressen der Firmeninhaber, -gründer bzw. -verantwortlichen
  • Erscheinungs- bzw. Aktualisierungsdatum des Businessplans
  • Namen und Titel der Verfasser, falls diese von den Firmeninhabern, -gründern bzw. -verantwortlichen abweichen, sowie
  • einen Vermerk auf die Vertraulichkeit der Unterlagen
Heft 3_2013 Kredit

Die „Executive Summary“ (Zusammenfassung), die i. d. R. dem Deckblatt folgt, bildet inhaltlich das erste Element des Businessplans. Auf max. zwei Seiten werden die wichtigsten Informationen des Vorhabens zusammengefasst. Dabei sollte die „Executive Summary“ erst erstellt werden, wenn der Businessplan inhaltlich fertig gestellt ist, da hier die wichtigsten Informationen des Plans zusammengetragen werden. Für den Autor bringt diese Vorgehensweise einen wichtigen Vorteil: Durch das Erstellen der Zusammenfassung muss er sich nochmals intensiv mit seinem Plan auseinandersetzen und kann so Fehler durch Plausibilisierung erkennen und beheben.

Auch wenn die „Executive Summary“ mit max. zwei Seiten relativ kurz ist, stellt sie den wichtigsten Teil des Businessplans dar: Sie ist das erste inhaltliche Element der Ausarbeitung und fasst die wichtigsten Informationen zusammen. Potenzielle Kapitalgeber entscheiden bereits nach diesem Teil, ob sich eine Investition lohnt oder nicht. Damit hat die „Executive Summary“ eine „Appetitanregerfunktion“: Sie soll dazu animieren weiter zu lesen. Der Autor sollte allerdings darauf achten, dass es sich nicht um einen Werbetext handelt; die „Executive Summary“ muss sachlich aufgebaut sein. Häufig verfolgt man deshalb bei der Verfassung der „Executive Summary“ die Strategie, dass ein bestimmtes Problem beschrieben (z. B. der unbefriedigte Bedarf nach einem bestimmten Gut) und daran anschließend aufgezeigt wird, wie gerade dieses Problem von dem vom Unternehmen zu vermarktenden Produkt oder der zu vermarktenden Dienstleistung gelöst werden kann.

Auch Angaben zum Kapitalbedarf sollten in der „Executive Summary“ nicht fehlen, wobei diese erst am Schluss der Zusammenfassung zu finden sein sollten, denn ein hoher Kapitalbedarf, der zu Beginn beschrieben wird, kann zu voreiligen Schlüssen führen und verhindern, dass sich der Leser weiter mit dem Businessplan beschäftigt, womöglich selbst die Zusammenfassung nicht zu Ende liest. Auch Vorstellungen über Konditionen – z. B. Zins, Tilgung, Kapitalüberlassungsdauer – sowie die gewünschte Finanzierungsform – Eigen- und/oder Fremdfinanzierung – sollten erwähnt werden.

Nach der „Executive Summary“ folgt die Inhaltsübersicht (Gliederung). Ein Beispiel für eine Gliederung des Businessplans sieht wie folgt aus:2

 

Executive Summary

  1. Das Unternehmen und das Management

1.1    Momentaufnahme und Rückblick

1.2    Zielsetzung des Unternehmens

1.3    Kurz- und langfristige Ziele

1.4    Das Management (Geschäftsführer und „Schlüsselpersonal“)

1.5    Rechtsform

  1. Die Produkte bzw. Dienstleistungen

2.1    Beschreibung der Produkte bzw. Dienstleistungen

2.2    Marktreife und Produktlebenszyklus

2.3    Einzigartigkeit der Produkte bzw. Dienstleistungen

2.4    Vergleich mit vorhandenen Konkurrenzprodukten

2.5    Schutzrechte und Lizenzen

2.6    Zukunftspotenzial: Produktinnovationenund -modifikationen

  1. Märkte und Konkurrenz

3.1    Beschreibung der Kunden

3.2    Bedarf und Vorteile für den Kunden

3.3    Marktgröße, -segmente und -wachstum

3.4    Konkurrenzsituation

  1. Marketing- und Wettbewerbsstrategie

4.1    Positionierung

4.2    Produktpolitik

4.3    Absatzpolitik

4.4    Distributionspolitik

4.5    Standortpolitik

4.6    Umwelteinflüsse

4.7    Möglicher Marktanteil

4.8    Mögliche Reaktionen der Konkurrenz

4.9    Mögliche Änderungen der Strategie

  1. Verkauf

5.1    Momentane und geplante Verkaufsmethode

5.2    Verkaufspersonal

5.3    Kundendienst und besondere Serviceleistungen

  1. Produktion

6.1    Eigenfertigung oder Fremdbezug

6.2    Herstellungsprozess

6.3    Erforderliche Anlagen und Einrichtungen

6.4    Produktionskapazität

6.5    Beschaffung von Rohstoffen und Zulieferer

  1. Finanzdaten und Prognosen

7.1    Absatzprognosen

7.2    Umsatzprognosen

7.3    Plan-Gewinn- und Verlustrechnungen

7.4    Cashflow-Prognosen

7.5    Plan-Bilanzen

7.6    Break-Even-Analyse

7.7    Sensitivitätsanalyse

  1. Finanzplanung

8.1    Momentane Vermögenssituation

8.2    Kapitalbedarf: Umfang und Zeitraum

8.3    Risiken und mögliche Auswege

  1. Unternehmenskontrollen

9.1    Finanzkontrollen

9.2    Verkaufs- und Absatzkontrollen

9.3    Herstellungskontrollen

9.4    Sonstige

 Anhang

Heft 3_2013 Businessplan

Nach der Inhaltsübersicht bzw. der „Executive Summary“ folgt der eigentliche Hauptteil des Businessplans, wobei man die Schwerpunkte in sechs Phasen unterteilen kann, die voneinander abhängig sind. Das bedeutet, dass bis zur letztendlichen Fertigstellung des Businessplans immer wieder Korrekturen innerhalb der einzelnen Phasen notwendig werden, was als Entwicklungsprozess zu verstehen ist. Abbildung 1 stellt die verschiedenen Phasen der inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils eines Businessplans übersichtlich dar und gibt stichpunktartig Auskunft darüber, was man in den einzelnen Phasen abhandeln sollte.

  1. Beurteilung der Erstellung

Die Erstellung des Businessplans ist mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden. Dennoch sprechen viele Gründe für seine Erstellung:

  • Der Businessplan gibt dem Unternehmer Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten, das Unternehmen führen und aufbauen zu können.
  • Er hilft dem Unternehmer dabei, andere von seinem Vorhaben zu überzeugen. Durch die Erstellung des Businessplans wird deutlich, dass der Unternehmer mit der Komplexität des Vorhabens umgehen kann und er es mit der Realisierung auch ernst meint.
  • Durch das systematische Vorgehen beim Erstellen, insbesondere durch den Rückkopplungsprozess, werden Fehleinschätzungen bereits auf dem Papier sichtbar und können behoben werden, bevor sie sich über den Markt realisieren und Folgen haben. So ist es z. B. möglich, dass der Unternehmer im Rahmen seiner Kalkulation feststellt, dass der veranschlagte Preis für ein Produkt bzw. eine Dienstleistung nicht die Kosten deckt.
  • Er gibt Auskunft über den Finanzierungsbedarf, die Finanzierungsabsicht und die Finanzierungsdauer, was für potenzielle Kapitalgeber und den Unternehmer wichtig ist.
  • Eine lückenlose Voraussicht in einer sich ständig ändernden Unternehmenswelt und -umwelt ist zwar unmöglich, dennoch bildet die durch den Planungsprozess bei der Erstellung des Businessplans gewonnene Erkenntnis einen Grundbaustein künftiger Entwicklungen.
  • Der Unternehmer wird durch die Erstellung des Businessplans gezwungen, sich intensiv mit „seinem“ Vorhaben zu befassen. Durch die Auseinandersetzung mit der Idee und den Vorstellungen sowie deren systematisches sowie analytisches Festhalten am Businessplan kann er insbesondere in einem Finanzierungsgespräch punkten, indem er glaubwürdig und passend Antwort auf die Fragen des Kreditsachbearbeiters geben kann.

Obwohl der Businessplan viele Vorteile mit sich bringt, besteht, so Schwetje/Vaseghi 4, eine Abneigung von Geschäftsführern und Unternehmern, einen solchen zu erstellen, weil dies von vielen als zu akademisch empfunden wird. Die eigentliche Abneigung ist jedoch tiefgründiger und basiert nicht nur auf dem Aufwand, der für die Erstellung entsteht und eine zusätzliche Aufgabe der Geschäftsleitung darstellt, sondern gerade darauf, dass sich Unternehmer und Geschäftsführer durch das Festlegen auf Ziele in ihrer Handlungsfreiheit eingeengt fühlen und dies als unpragmatisch ansehen. Gerade in Zeiten der Rezession halten sie es für nutzlos, einen Businessplan zu erstellen, da sich die Konjunkturlage und somit die Markt- bzw. Wirtschaftslage von heute auf morgen verändern kann, sodass die Vorgaben eines Businessplans quasi über Nacht hinfällig werden. Dabei sind jedoch immer die oben genannten Vorteile zu beachten.

Heft 3_2013 Antrag
  1. Fazit

Der Beitrag arbeitet zum einen die Vorteile des Erstellens eines Businessplans für einen Existenzgründer bzw. Unternehmer heraus. Obwohl er von vielen als zusätzlicher Aufwand empfunden wird, stellen der Erstellungsprozess sowie der fertiggestellte Businessplan wertvolle Elemente der unternehmerischen Planung dar. Zudem ist das Erstellen für bestimmte Institutionen, wie z. B. Kreditinstitute oder die Bundesagentur für Arbeit, quasi eine Voraussetzung für die Entscheidung – sei es bezüglich eines Kreditantrages oder einer Zuschussbeantragung. Zum anderen gibt der Beitrag einen Überblick über den Aufbau eines Businessplans.

(In einem folgenden Beitrag wird die inhaltliche Gestaltung seines Hauptteiles thematisiert.)

Anmerkungen:

1 Vgl. nachfolgend auch Bangs, David H.: The business planning guide: creating a winning plan for success, 9. Aufl., Chicago 2002; Barrow, Colin/Barrow, Paul/Brown, Robert: The Business plan workbook, 6. Aufl., London/Philadelphia 2008; Burns, Paul: Entrepreneurship & small business, 3. Aufl., Basingstoke 2011; Fischl, Bernd/Wagner, Stefan: Der perfekte Businessplan, 2. Aufl., München 2011; Ford, Brian R./Bornstein, Jay M./Pruitt, Patrick T.: The Ernst & Young Business Plan Guide, 3. Aufl., New Jersey 2007; Klandt, Heinz: Gründungsmanagement: Der Integrierte Unternehmensplan, München 2006; Klandt, Heinz/Finke-Schürmann: Existenzgründung für Hochschulabsolventen, Frankfurt a. M. 1998; Kußmaul, Heinz: Aufgaben und Aufbau eines Business-Plans, StB 1999, S. 471-477; Kußmaul, Heinz: Business Plan – Aufbau, Inhalt, Zweck, Beispiele –, 2. Aufl., Saarbrücken 2002; Kußmaul, Heinz: Betriebswirtschaftslehre für Existenzgründer, 7. Aufl., München 2011, S. 564-628 m.w.N.; Kußmaul, Heinz/Türk, Nicole: Die Erstellung eines Business-Plans – Aufgaben und Aufbau eines Business-Plans, StB 2011, S. 388-392 m.w.N.; Kußmaul, Heinz/Türk, Nicole: Die Erstellung eines Business-Plans – Inhaltliche Gestaltung des Hauptteils eines Business-Plans, StB 2011, S. 424-430 m.w.N.; Oehlrich, Marcus: Betriebswirtschaftslehre, 2. Aufl., München 2010; Opoczynski, Michael/Horn Stefan: WISO: Existenzgründung, 2. Aufl., Frankfurt a.M. 2009; Schwetje, Gerald/Vaseghi, Sam: Der Businessplan, 2. Aufl., Berlin/Heidelberg/New York 2006; Struck, Uwe: Geschäftspläne, 3. Aufl., Stuttgart 2001.

2 Leicht modifiziert entnommen aus Kußmaul, Heinz: Betriebswirtschaftslehre für Existenzgründer, 7. Aufl., München 2011, S. 570 f. Vgl. hierzu außerdem Barrow, Colin/Barrow, Paul/Brown, Robert: The Business plan workbook, 6. Aufl., London/Philadelphia 2008, S. 350.

3 Leicht modifiziert entnommen aus Kußmaul, Heinz: Business Plan – Aufbau, Inhalt, Zweck, Beispiele –, 2. Aufl., Saarbrücken 2002, S. 10.

4 vgl. SCHwetje, Gerald/Vaseghi, Sam: Der Businessplan, 2. Aufl., Berlin/Heidelberg/New York 2006, S. 7 f.

Autoren:

  • Universitätsprofessor Dr. Heinz Kußmaul